Ping ist ein Diagnose-Werkzeug, mit dem überprüft werden kann, ob ein bestimmter Host in einem IP-Netzwerk erreichbar ist. Daneben geben die meisten heutigen Implementierungen dieses Werkzeuges auch die Zeitspanne zwischen dem Aussenden eines Paketes zu diesem Host und dem Empfangen eines daraufhin unmittelbar zurückgeschickten Antwortpaketes an (= Paketumlaufzeit, meist round trip time oder RTT genannt). Das Programm wird üblicherweise als Konsolenbefehl ausgeführt. Entwickelt wurde Ping ursprünglich Ende 1983 von Mike Muuss und erschien zum ersten Mal in BSD 4.3.
Ping Methoden:
- Multi Host Pinger
- Thread Start .. End Pinger
- Tracert Function
- Ping Statistic Analyser
Ping sendet ein ICMP- oder ICMPv6-Paket des Typs „Echo Request“ an die angegebene Zieladresse. Der Empfänger antwortet darauf mit einem ICMP- oder ICMPv6-Paket vom Typ „Echo Reply“. Ist der Zielrechner nicht erreichbar, antwortet der zuständige Router mit einem ICMP- oder ICMPv6-Paket: „Network unreachable“ (Netzwerk nicht erreichbar) oder „Host unreachable“ (Gegenstelle nicht erreichbar).
Aus einer fehlenden Antwort kann nicht zweifelsfrei geschlossen werden, dass die Gegenstelle nicht erreichbar wäre, da manche Hosts oder Netze so konfiguriert sind, dass sie Ping-Anfragen ignorieren und verwerfen.
Wird dem Ping-Kommando ein Hostname anstatt einer IP-Adresse übergeben, lässt das Programm diesen durch das Betriebssystem auflösen. Bei einer fehlerhaft konfigurierten Namensauflösung schlägt diese nach Ablauf einer Wartezeit (Timeout) fehl und resultiert in einer Fehlermeldung. Falls eine IP-Adresse angegeben wurde, kann bei der Rückwärtsauflösung von IP-Adresse zu Name ebenfalls ein Timeout auftreten. Je nach Implementation von Ping ist die Rückwärtsauflösung jedoch standardmäßig deaktiviert oder lässt sich per Option abschalten.
Die Angabe TTL kann dazu genutzt werden, um grob abzuschätzen, über wie viele Router die ICMP-Antworten zurückgelaufen sind (jeder Router dekrementiert den Wert mindestens um 1, wobei der Initialwert je nach Implementierung 64, 128 etc. sein kann). Der Hinweg der Datenpakete muss nicht dem Rückweg entsprechen, daher ist die TTL nur ein Maß für die Anzahl der Router auf dem Rückweg. Bei Verwendung von dynamischen Routingmechanismem kann die TTL daher auch bei jeder Antwort anders aussehen.
Die Paketumlaufzeit wird als Round trip delay (RTD), round-trip-time (RTT) und im Deutschen häufig verkürzt als Pingdauer, Ping-Zeit oder schlicht Ping bezeichnet. Diese gemessene Latenz umfasst sowohl die entfernungsabhängige elektrische Signallaufzeit, als auch die Verarbeitungszeit in den als Zwischenstationen fungierenden Routern, zudem die Verarbeitungszeit in den TCP/IP-Stacks des Absende- und Zielrechners. Auf Verbindungen mit hoher Auslastung erhöhen sich die Zeiten durch Sendewarteschlangen in den jeweiligen Routern.
Die Entfernung zwischen zwei beliebigen Punkten auf der Erdoberfläche ist durch die zugehörige Orthodrome gegeben. Dividiert man die Entfernung durch die Übertragungsgeschwindigkeit und multipliziert anschließend das Ergebnis mit zwei (wegen der Zeitberechnung für Hin- und Rückweg), so erhält man die minimal mögliche RTT. Beispiel: Die Entfernung zwischen Berlin und Tokio beträgt 8941,2 km. Geht man von einer Übertragung mit Lichtgeschwindigkeit (im Vakuum ca. 300.000 km/s) aus, so ergibt sich eine minimal mögliche Paketumlaufzeit von etwa 59,6 ms.
Die Entfernung zwischen zwei beliebigen Punkten auf der Erdoberfläche ist durch die zugehörige Orthodrome gegeben. Dividiert man die Entfernung durch die Übertragungsgeschwindigkeit und multipliziert anschließend das Ergebnis mit zwei (wegen der Zeitberechnung für Hin- und Rückweg), so erhält man die minimal mögliche RTT. Beispiel: Die Entfernung zwischen Berlin und Tokio beträgt 8941,2 km. Geht man von einer Übertragung mit Lichtgeschwindigkeit (im Vakuum ca. 300.000 km/s) aus, so ergibt sich eine minimal mögliche Paketumlaufzeit von etwa 59,6 ms.
Ein realistischerer Wert für die Geschwindigkeit wäre etwa 150.000 km/s, wenn man die in der Materie (Glasfaser) reduzierte Lichtgeschwindigkeit sowie Verzögerungen an Umsetzstationen, Routern und Switches berücksichtigt. Unter Annahme dieser realistischeren Geschwindigkeit und dem direkten Leitungsweg ergibt sich eine minimale Pingzeit von etwa 120 ms.
In der Praxis liegt der Wert jedoch viel höher. So ergeben sich Laufzeiten von etwa 200 bis 300 ms zwischen Berlin und Tokio, da manche Verbindungen von Europa nach Asien nicht auf dem direkten Weg, sondern über die Vereinigten Staaten geroutet werden.
Zur Laufzeitmessung sind nur Hosts mit bekanntem Antwortverhalten sinnvoll nutzbar, da viele Netzwerkgeräte (Router, Switches) oft nur langsam auf ICMP-Requests reagieren, da sie nicht dahingehend optimiert wurden oder durch verzögerte Pings Angriffsszenarien auszuschließen versuchen (siehe Firewall).
In der Praxis liegt der Wert jedoch viel höher. So ergeben sich Laufzeiten von etwa 200 bis 300 ms zwischen Berlin und Tokio, da manche Verbindungen von Europa nach Asien nicht auf dem direkten Weg, sondern über die Vereinigten Staaten geroutet werden.
Zur Laufzeitmessung sind nur Hosts mit bekanntem Antwortverhalten sinnvoll nutzbar, da viele Netzwerkgeräte (Router, Switches) oft nur langsam auf ICMP-Requests reagieren, da sie nicht dahingehend optimiert wurden oder durch verzögerte Pings Angriffsszenarien auszuschließen versuchen (siehe Firewall).
System : 7, 8, Vista, 10, 11
Lizenz : Freeware
Version : 0.63
Version : 0.63
Grösse : 2.953 KB
Update : 09/2025
Passwort : asciigen.blogspot.com
MD5 : 0494a28592e0a6a36c7f22c4558fc825
SHA-1 : 450be585b802f2e34289a51a699ee41fbefa9be5
SHA-256 : ceee33f7e911b7d0e85d55a3dc58d59c9d2cd633f4e9b496359d13c92d428e75
CRC32 : 9f965d52- Mirros : MediaFire | Mega | Proton

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